Rennrad und Rotwein

Sie nennen sich Bikebodys. Das sind 18 Männer im Alter von 40 bis 67, die gerne auf Samsø mit dem Fahrrad unterwegs sind. Der Name ist ein bisschen ironisch, aber auch ernst gemeint. Die Geschichte der Bikebodys und ihres Namens fängt in einem Fitnessstudio in Nordseeland zu Beginn des neuen Jahrtausends an:

 
Fahrradverrückt
„Wir saßen auf dem Fahrrad im Fitnessstudio und haben unsere Trainingskleidung durchgeschwitzt“, erinnert sich Lars Bager, der für das Rennen auf Samsø zuständig ist. „Eines Tages hat einer gesagt: „Wir müssen raus hier und in die Natur zum Fahrrad fahren“. Somit fing die Geschichte unsere Teams an und hier, 15 Jahre später, sind wir immer noch aktiv.“

Fahrrad zu fahren ist immer noch das gemeinsame Interesse und die Männer fahren nicht nur auf Samsø rum, sie nehmen auch gern das Fahrrad mit in andere Teile Dänemarks und ins Ausland. „Als Team haben wir bei vielen Radrennen in Spanien, Frankreich und Schweden mitgemacht und es macht uns Spaß, auch wenn wir nicht alle auf dem gleichen Niveau sind. Die Jüngeren fahren ein bisschen schneller als die fast 70-jährigen, aber es macht nichts. Wir genießen es einfach, zusammen miteinander zu fahren“, sagt Lars.

Kameradschaft
Ein großer Teil des Erfolges der Mannschaft liegt in der Kameradschaft, die die Männer mit und ohne Fahrradsattel unter dem Po haben, erzählt Lars: „Wir treffen uns auch gerne zu anderen Gelegenheiten. Wir reisen miteinander, fahren Go-Kart, essen Steaks und trinken Rotwein zusammen, um nur ein paar Beispiele zu nennen. Also Sachen, die der Schmied und der Direktor lieben. Wir haben einfach alle Respekt für einander und mögen es, Sachen zusammen zu machen.“

Wenn die Bikebodys das Wochenende auf Samsø verbringen, kommen ihre Frauen auch mit. Es ist sehr gemütlich, sagt Lars und zwinkert. „Einige der Jungs fahren am Freitag gerne früh hin, um den Radweg mit dem Fahrrad zu überprüfen. Wenn alle Freitagnachmittag da sind, essen wir gemeinsam zu Abend und unterhalten uns. Ein Jahr haben wir sogar Salsa getanzt.“ Samstag ist der Tag, an dem das Radrennen stattfindet. Selbstverständlich ist das der Höhepunkt des Wochenendes.

Schöne Wege und nette Autofahrer
Die Rennroute, die Lars sich erdacht hat, ist 83 km lang und geht fast um die ganze Insel herum. „Das Schönste daran, auf Samsø ein Radrennen zu entwickeln, ist, dass es möglich ist, eine lange Route zu planen, ohne dass man zwei Mal an der gleichen Stelle vorbeikommt. Die Natur, die Landschaft und das Gelände ändern sich fast von Kilometer zu Kilometer. Die Wege sind gut und die Autofahrer sind sehr nett. Es ist nicht wie in Nordseeland, wo man als Fahrradfahrer oft den Stinkefinger als Be grüßung von den Autofahrern bekommt“, erklärt Lars.

Auf der Route gibt es eine Reihe von Zeichen-, Berg- und Schnellsprints, und bei diesen Sprints bekommt man Punkte. „Natürlich kannst du das Radrennen gewinnen, wenn du von Anfang bis Ende sprintest, aber darum geht es nicht. Wir fahren sowieso gemeinsam und wenn wir bei den Sprints sind, fahren wir dann schnell“, sagt Lars.

Das Gelbe, das Grüne und das Gepunktete
Trikot Obwohl der Radrennen auf Samsø gemütlich ist, gibt es natürlich auch Gewinner, die am Samstagabend gefeiert werden. „Wenn wir uns ausgeruht und umgezogen haben, gibt es im Restaurant SAK eine große Feier. Hier übergeben wir das Gelben, das Grüne und das Gepunktete Trikot an die verschiedenen Gewinner und danach feiern wir“, erzählt Lars, der sich schon auf nächstes Jahr freut, wenn die Bikebodys wieder ihr gemütliches Radrennen veranstalten.

Fakten
• Die Bikebodys sind aus Nordseeland.
• Das älteste Mitglied des Team ist 72 Jahre.
• Jedes Jahr fährt das Team nach Spanien.
• Das Fahrradrennen hat bisher zwei Mal auf Samsø stattgefunden, aber sie planen es, zu einer jährlichen Veranstaltung zu machen.
• 2017 werden die Bikebodys ein Fahrradrennen gegen ein Team aus Jütland veranstalten.

Last updated: 31. Mrz. 2017 11:24

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