Samsø Steuerbord

Wenn die Segler von mehr als 110 großen und kleinen Segelbooten im Zuge der Segelregatta „Aarhus2Star“ im Hafen von Ballen anlegen, vernimmt man die Unterhaltung und die tolle Atmosphäre verbunden mit dem Geräusch von flatternden Wimpeln und dem Klimpern von Tauen gegen die Masten.

 
Populär wie Springsteen
Im Laufe der Jahre hat sich die Segelregatta „Aarhus2Star“ zu einem der populärsten Segelwettbewerbe Dänemarks entwickelt. „Vom Zeitpunkt der Öffnung für die Anmeldung bis wir 113 Anmeldungen hatten und wir keine weiteren Meldungen annehmen konnten, verging weniger als 1 Stunde. Dies ist ja fast wie bei einem Konzert mit Bruce Springsteen“ erzählt der Wettbewerbsleiter Kenneth Meier- Andersen mit großer Begeisterung und erklärt gleichzeitig, weshalb gerade dieser Wettbewerb so viel Rückenwind bekommt: „Die relativ kurze Entfernung zwischen Aarhus und Ballen (32 Seemeilen) sind perfekt für die Teilnahme auch von kleineren Bootsklassen. Gleichzeitig ist es bei dieser Strecke für die Segler notwendig, taktisch zu denken, wenn man ganz vorne mit dabei sein will. Und nicht zuletzt wegen des sozialen Aspekts ist der Hafen von Ballen ganz besonders geeignet“.

Wie der Name bereits andeutet, sind 2 Personen in jedem Boot. „Manche segeln mit ihrem Kameraden oder Segelfreund, aber es sind auch Ehepaare darunter“ erklärt Kenneth und fährt fort:“Diese Regatta lockt viele Segler von großen als auch kleinen Bootstypen an. Die meisten kommen aus Aarhus und Umgebung, aber es sind u.a. auch Boote aus Flensburg und Kalundborg darunter. Die Regatta ist Teil der 2Star-Meisterschaftsserie, welche auch die Regatten „Fünen rund“, „Øresund 123Stars“ und „Vegvisir Race“ einschließt. Ein Teil der Segler, die bei Aarhus2Star teilnehmen, sind erfahrene Wettbewerbssegler. Es sind aber auch Segler dabei, für die Gemütlichkeit und der soziale Aspekt wichtiger sind als die Ziellinie als Erster zu kreuzen.

Theorie und Praxis
Der Segelwettbewerb startet Samstag früh vom Aarhus Lystbådehavn (Jachthafen). „Dies ist ein Wettbewerb mit sog. umgekehrtem Handikap, bei dem die Boote mit der langsamsten Geschwindigkeit pro Seemeile zuerst auslaufen – also ähnlich wie beim Golfspiel. Einige Stunden später starten dann die schnellsten Boote. Theoretisch sollten dann alle Boote fast gleichzeitig im Hafen von Ballen eintreffen“ erzählt Kenneth.

Doch auf dem offenen Meer ist Theorie nicht immer in Praxis umsetzbar. Jedenfalls nicht im vergangenen Jahr, das von sagenhaft schönem Sommerwetter und fast keinem Wind geprägt war. „Als wir den Leuchtturm von Sletterhage an der Südspitze von Djursland erreicht hatten, war es fast windstill. Deshalb beschlossen wir zusammen mit der Flottille der Marineheimwehr, die voraus gesegelt war, die Route zu verkürzen und die Ziellinie nahe der Insel Vejrø, nordöstlich des Besser Rev, zu verlegen. Dies war ein guter Entschluss, denn kurz darauf war es total windstill, so dass die meisten Boote mit Motorkraft nach Ballen einlaufen mussten. Einige der kleinsten Boote, die nur mit Segel ausgestattet waren, wurden von größeren Booten ins Schlepptau genommen“ erklärt Kenneth.

Molenbier und Galadiner
Die Freude war trotzdem riesig, als die Segler im Laufe des Samstagnachmittag in Ballen an Land gehen konnten. Hier wurden sie traditionsgemäß mit kaltem Molenbier empfangen. „Danach wurde lebhaft über die Segeltour, Herausforderungen und eigene Fähigkeiten gesprochen“ erzählt Kenneth mit einem vielsagenden Lächeln.

Samstagabend, wenn das letzte Bier am Kai getrunken ist, versammeln sich alle Teilnehmer zu einem Galadiner und Fest. „Wir haben schon über viele Jahre hinweg eine hervorragende Zusammenarbeit mit den tüchtigen Angestelten des Restaurants Dokken, die nicht nur ungemein flexibel und entgegenkommend sind, sondern auch ein stimmungsvolles Ambiente und leckeres Essen für die vielen Segler bieten können. Im vergangenen Jahr waren wir so viele Teilnehmer, dass wir auch die Seglerstube in Ballen, die sich neben dem Restaurant befindet, in Gebrauch nehmen mussten. Alles funktionierte bestens“ berichtet Kenneth.

Insgesamt sind sowohl die Segler als auch die Veranstaltungsleitung der Regatta sehr zufrieden mit dem Hafen von Ballen, wie Kenneth erklärt: „Die Hafenmeisterei kommt, soweit überhaupt möglich, allen unseren Wünschen entgegen. Wir beschlagnahmen mit über 110 Booten ziemlich viel Platz. Deshalb reservieren sie auch die Südmole für uns und sie sind beim Anlegen behilflich, wenn wir nach und nach eintrudeln. Auch die Hafeneinrichtungen sind hervorragend und somit kommen wir sicher wieder in diesem Jahr – zum 13. Male ohne Unterbrechung“ schließt Kenneth.

Ballen Havn
55°49,0’N
10°38,4’E
Ballen Havn auf der Ostseite Samsøs ist der größte Hafen der Insel. Hier gibt es Geschäfte, Restaurants und gute Badestrände. Ballen Hafen wurde die diesjährige Yachthafen im Jahr 2014 von der dänischen Sportboote gewählt.

 

Langøre Havn
55°54,6’N
10°38,5’E
Langøre Hafen liegt auf dem nördlichen Teil von Samsø auf der Ostseite im Naturschutzgebiet Stauns Fjord. Langøre ist ein Naturhafen, der seit der Wikingerzeit im Betrieb ist. Der Hafen hat ungefähr 4000 Besucher im Jahr. Er wird die meiste Zeit des Jahres von lokalen Anglern verwendet.

 

Mårup Havn
55°56,2’N
10°33,1’E
Am nördlichsten Hafen der Insel haben Sie auch die prächtigste Natur der Insel vor ihren Füßen – Nordby Bakker. Das gesamte Hügelgebiet, das vom nördlichsten Punkt der Insel, Issehoved, ausgeht, ist ein Traumland für Wander- und Naturliebhaber. Der Hafen ist ungefähr zwei Kilometer von Mårup By.

 

Kolby Kås Havn
55°47,7’N
10°31,9’E
Wenn Sie im südlichsten Hafen eintreffen, ist Ruhe garantiert. Der Hafen ist auch ein guter Ausgangspunkt, wenn Sie den Südteil der Insel mit dem Fahrrad erleben möchten. Vom Hafen ist der Weg nach Kolby Mølle, Brattingsborg und Vesborg Fyr nicht weit.

Last updated: 30. Apr. 2019 08:54

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